| Jetzt geht's den Pharma-Konzernen an den Kragen |
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Endlich einmal einer, der etwas riskiert. Gesundheitsminister Philipp Rösler von der FDP befindet sich auf direktem Konfrontationskurs mit den Arzneimittelherstellern. Denn er fordert die Pharma-Konzerne zu sofortigen Preissenkungen auf. Zu Recht? Fakt ist, dass in Deutschland viele identische Medikamente viel teurer als im europäischen Ausland sind. So kostet beispielsweise ein Rheuma-Mittel namens Humira hier doppelt so viel wie in Italien. Und das sind immerhin geschlagene 2.100 € mehr! Dieser Preisunterschied kann kaum gerechtfertigt sein und somit nichts mehr mit Produktions- und Entwicklungskosten zu tun haben. Aber mit den Deutschen kann man es ja machen, da die Kassen zahlen müssen. Zudem fehlt im freien Markt der Medikamente schlichtweg eine „Preisbremse“. Rösler möchte ein Zeichen setzen. Er will die Pharmafirmen zu Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen zwingen. Und da ihm eine Veränderung anscheinend nicht schnell genug gehen kann, möchte er, bis es zu einer Einigung gekommen ist, sogar Zwangsrabatte verhängen. Das klingt nach Ärger. Viele Gegner Röslers argumentieren bereits jetzt, dass Rabatte reine Propaganda sind, da sie in der Praxis einfach vorher auf die Preise aufgeschlagen werden können. Und die Tatsache, dass Rösler aus reiner Herzensgüte für den Geldbeutel des „kleinen Mannes“ kämpft, klingt auch unwahrscheinlich. Im Gegenteil, mit seiner Aktion riskiert er Arbeitsplätze in der Pharmaindustrie. Aber was macht das schon, wenn dafür die Chance besteht das Gesundheitssystem zu „verbessern“ und groß raus zu kommen? Was meinst du? |
Richtig,
die deutsche Pharmaindustrie sollte die Preise dem internationalen Markt anpassen.
Ansonsten sollten die Apotheken die Medikamente von dort kaufen,
wo sie günstiger ,doch genauso gut sind.